Der Kauf eines Hauses ist ein großer Schritt – aber nach der Schlüsselübergabe beginnt für viele der noch größere Kraftakt: die Renovierung. Ob es sich um ein sanierungsbedürftiges Altbauhaus oder eine ältere Immobilie mit modernisierungsbedarf handelt – Fehler in der Renovierungsphase können schnell teuer, stressig und zeitaufwendig werden.

Hier sind die 10 häufigsten Renovierungsfehler von Hauskäufern – inklusive Checkliste, damit du sie von Anfang an vermeidest.


1. Keine realistische Budgetplanung

Viele Käufer unterschätzen die Renovierungskosten. Sie kalkulieren zu knapp und vergessen oft versteckte Kosten wie Statiker, Genehmigungen oder temporäre Unterbringung.

Vermeide das so:

  • Hole mehrere Angebote ein.
  • Plane einen Puffer von 15–20 % für unvorhergesehene Ausgaben ein.
  • Kalkuliere auch Nebenkosten (z. B. Baugenehmigung, Gutachten, Bauversicherungen).

2. Ohne professionelle Begutachtung starten

Laien übersehen oft gravierende Baumängel wie feuchte Wände, Asbest oder veraltete Elektroinstallationen.

Vermeide das so:

  • Beauftrage vor dem Kauf einen Baugutachter oder Architekten zur Besichtigung.
  • Lass technische Anlagen (Heizung, Elektrik) professionell prüfen.
  • Bestehe auf einem Bauzustandsbericht.

3. Reihenfolge der Arbeiten falsch geplant

Viele machen den Fehler, mit Schönheitsreparaturen zu beginnen, bevor die grundlegenden Gewerke (Strom, Wasser, Heizung) erledigt sind.

Vermeide das so:

  • Beginne immer mit den technischen Gewerken.
  • Dann kommen Putz- und Estricharbeiten, zuletzt Malerarbeiten und Böden.
  • Koordiniere die Gewerke logisch und terminlich.

4. DIY statt Fachmann – an der falschen Stelle gespart

Selbermachen ist gut, aber Elektro- oder Sanitärinstallationen in Eigenregie können gefährlich oder sogar illegal sein.

Vermeide das so:

  • Mach nur das selbst, was du wirklich beherrschst.
  • Bei Strom, Gas, Wasser: immer den Fachbetrieb beauftragen.
  • Denke an die Garantie und Haftung, die nur Profis bieten.

5. Energieeffizienz ignoriert

Viele renovieren optisch, vergessen aber Dämmung, Fenster oder Heizung – und zahlen später drauf.

Vermeide das so:

  • Berücksichtige KfW-Förderungen und energetische Sanierungsmaßnahmen.
  • Investiere in Dämmung, moderne Fenster, effiziente Heizsysteme.
  • Lass dich durch einen Energieberater beraten.

6. Kein fester Zeitplan

Ohne Plan läuft schnell alles durcheinander: Verzögerungen, Leerlauf, doppelte Arbeiten.

Vermeide das so:

  • Erstelle einen detaillierten Bauzeitenplan.
  • Plane Pufferzeiten ein.
  • Koordiniere die Handwerker im Voraus.

7. Keine oder schlechte Kommunikation mit Handwerkern

Missverständnisse führen zu Verzögerungen, Pfusch oder Kostenexplosion.

Vermeide das so:

  • Vereinbare schriftliche Absprachen (Kosten, Materialien, Termine).
  • Sei regelmäßig vor Ort oder setze einen Projektleiter ein.
  • Klare Anweisungen – kein „machen Sie mal“.

8. Ästhetik vor Funktion

Ein schönes Bad nützt wenig, wenn es Schimmelprobleme gibt – oder der teure Parkettboden nach 2 Jahren aufquillt.

Vermeide das so:

  • Denke zuerst an Funktion, dann an Design.
  • Nutze hochwertige Materialien, wo es Sinn ergibt (z. B. Feuchtraum).
  • Achte auf praktische Nutzung im Alltag.

9. Genehmigungen vergessen

Viele bauliche Änderungen erfordern eine Baugenehmigung – sonst drohen Bußgelder oder Rückbau.

Vermeide das so:

  • Informiere dich vorab beim Bauamt, was genehmigungspflichtig ist.
  • Lass alle Pläne prüfen (z. B. bei Statik, Anbau, Fensteränderungen).
  • Behalte den Überblick über Vorschriften (Brandschutz, Abstandsflächen).

10. Zu viele Kompromisse auf einmal

Viele wollen zu schnell zu viel. Das führt zu überstürzten Entscheidungen und schlechten Ergebnissen.

Vermeide das so:

  • Setze klare Prioritäten (Was ist notwendig, was ist „Nice-to-have“?).
  • Starte mit den wichtigen Maßnahmen, z. B. Substanz & Technik.
  • Plane langfristig – nicht alles muss sofort perfekt sein.

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